Marketing-ABC

Kennen Sie das, Ihre Farbfotos sehen auf dem Monitor anders aus als auf dem Ausdruck. Das liegt an den unterschiedlichen Methoden der Farbdarstellung und Farberfassung. Alle Geräte und Bedruckstoffe, vom Monitor übers Smartphone bis hin zum Papier, stellen Farben unterschiedlich dar. Genauso werden Farben beim Fotografieren, Scannen und Kopieren unterschiedlich erfasst.

Mittels Farbmanagement soll deshalb erreicht werden, dass eine Vorlage, die mit einem beliebigen Eingabegerät erfasst wurde, an einem beliebigen Ausgabegerät möglichst ähnlich wiedergegeben wird. 

Hört sich einfach an, ist jedoch sehr komplex. Ich möchte kurz versuchen etwas Licht ins Dunkel zu bringen. 😉

Im digitalen Bereich bildet das additive RGB-Farbmodell die Grundlage für Monitore, Smartphones, Scanner und Digitalkameras. Es setzt sich aus den Lichtfarben Rot, Gelb und Blau zusammen. Es werden also nur diese drei Basisfarben verwendet, um durch deren Mischung alle weiteren Farben zu erzeugen. Werden diese Farben beispielsweise zu gleichen Anteilen übereinandergelegt, addiert sich die Lichtmenge und es entsteht die Farbe Weiß. 

Das RGB-Modell bildet die Grundlage des menschlichen Sehens.

Im Druckbereich hingegen wird das subtraktive CMYK-Modell angewendet. Es bildet die technische Grundlage für den modernen Vierfarbdruck und setzt sich aus den Farben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz (Key-Farbe) zusammen. Dabei werden vom weißen Licht die einzelnen Farben abgezogen = subtrahiert. Stellen Sie sich eine Taschenlampe vor, vor die Filter gehalten werden. Je mehr Filter weggenommen werden - je höher also der Wert für die Farbe ist, desto heller wird das Licht. Alle Farben zusammen ergeben theoretisch Schwarz. Tatsächlich entsteht jedoch ein dunkler Grün-Braunton, da es sich bei Cyan, Magenta und Gelb nicht um "reine" Farben handelt. Deshalb wird als vierte Farbe Schwarz verwendet. Sie ist quasi die Schlüsselfarbe = der Key.

Um die unterschiedlichen, gerätespezifischen Farbräume unter einen Hut zu bringen, wurde von der Internationalen Kommission für Beleuchtung (CIE - Commission Internationale de l'Eclairage) das geräteunabhängige Farbmodell Lab entwickelt. Es orientiert sich nicht an den Geräten, sondern an der menschlichen Wahrnehmung. Das CIE-Lab-Modell dient als Referenz für die Profilierung der verschiedenen Geräte mit ihren unterschiedlichen Farbräumen.

Als einheitliches Format für Farbprofile hat das International Color Consortium den ICC-Standard etabliert. Hersteller wie Canon, Nikon, Apple, Microsoft oder Adobe sind dort vertreten. Dieser Standard wird von allen wichtigen Anwendungsprogrammen unterstützt. 

Betriebssysteme für Desktoprechner und Smartphones bringen bereits eine Reihe von Standardprofilen für die eingesetzten Geräte (Monitore, Drucker, Scanner) mit sich. Soweit spezifizierte Profile benötigt werden, werden diese von den Anwendungsprogrammen selbst installiert und bei Geräten wie Monitoren oder Scannern mitgeliefert.

Gerätespezifische Profile sind natürlich weniger präzise, da die Serienstreuung nicht berücksichtigt ist. Deshalb muss im Rahmen des Farbmanagement und der Farbverbindlichkeit im professionellen Bereich eine Kalibrierung aller Geräte erfolgen. 

Als normaler Nutzer braucht man sich also keine großen Gedanken machen.

Sie wollen sich jedoch gegen farbliche Überraschen wappnen. Dann bin ich Ihr Farbexperte! Ich weiß wie wie es geht und bringe Ihre Geräte auf einen einheitlichen Stand.